Die Niederländische Gilde der Kunstschmiede (NGK) und der Internationale Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) haben beim Internationalen Schmiedetreffen am Schaesberg (Dreiländerecke Niederlande/Belgien/Deutschland) Mitte Mai einen Kooperationsvertrag geschlossen. In diesem Vertrag ist festgelegt, dass die beiden Schmiede- und Metallgestalter-Verbände bei Regelwerken, Weiterbildung und Ausbildung intensivere Zusammenarbeit vereinbaren. Es ist geplant, diese Partnerschaft auch auf Berufsverbände weiterer Länder auszudehnen. Auf dem Bild unterschreiben die Vorsitzenden Thomas-Maria Schmidt (li.) und Rein Tupker (re.) den Vertrag. Die Vorsitzenden werden von Vertretern der beiden Verbände bei der Unterschrift beobachtet.

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Alfred Habermann war als Schmied und Gestalter auf allen Kontinenten bekannt. Er verstarb am 28. April 2008 und wurde in Ybbsitz beigesetzt. In vielen Ländern wirkte er als Botschafter der modernen Metallgestaltung. Seine Vorführungen und Referate haben tausende von jungen Schmieden und Metallgestaltern begeistert. Skulpturen und andere Arbeiten von ihm findet man in Europa, Amerika und Asien. Der Verlag HEPHAISTOS hat nun ein Reprint des längst vergriffenen Werkes von 1999 aufgelegt. Es zeigt an vielen Beispielen, wie weit Habermann seinen Schmiede-Kollegen in Sachen "zeitgemäße Metallgestaltung" vorausgeeilt war. 

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Für alle, die nicht selbst da sein konnten: Unsere Kollegen von metall-markt.net haben die IHM besucht und zeigen Euch, wie sich das Metallhandwerk 2018 präsentiert. Weiteres hierzu in der kommenden Ausgabe von HEPHAISTOS.

HIER gehts zum Video

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Der französische Metallbildhauer Serge Marchal ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt, wie sein Kollege Jean-Michel Grès der HEPHAISTOS-Redaktion am 25. Februar mitteilte. Die Beisetzung ist am Mittwoch, den 28. Februar, in Nimes.
Serge Marchal wurde am 2. Juli 1944 in Ferté-sous-Jouarre bei Paris geboren. Schon früh entscheidet seine Vorliebe fürs für Zeichnen und Modellieren über seine berufliche Orientierung, er besuchte die Kunstgewerbeschule in Grenoble und die Beaux-Arts in Montpellier. Schnell war seine Leidenschaft für die Arbeit mit Hammer und Amboss geweckt, und so schloss sich eine Lehre bei Schmied Daniel Souryio in Nîmes an. Auf dessen Anraten besuchte Marchal die „Tour de France Companions du Devoir“, um sich in weiteren Techniken der Metallgestaltung weiterzubilden.
Im Jahr 1977 richtete Serge Marchal seine Werkstatt in Nîmes ein, wo er eine Familie gründete. Seitdem nahm er an vielen internationalen Schmiedetreffen teil. Seine monumentalen, zeitgemäßen Skulpturen sind im In- und Ausland im öffentlichen Raum und in zahlreichen privaten wie öffentlichen Sammlungen zu sehen.

Das vielfältige Schaffen Achim Kühns gesammelt in einem Buch!

»Achim Kühn – Werkverzeichnis« dokumentiert ein halbes Jahrhundert Schaffen des Berliner Metallgestalters und -restaurators. 1967 übernahm Achim Kühn die Atelier-Werkstatt seines verstorbenen Vaters Fritz Kühn – und führte nicht nur vorhandene Aufträge konsequent fertig aus, sondern bereichert die Szene seitdem mit einer einzigartigen Formensprache, die es versteht, alte und moderne Techniken der Metallbearbeitung zeitgemäß zu verbinden.
Ein ausführliches Werk über das Wirken von Achim Kühn, mit über 750 Bildern.

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Neuerscheinung aus dem Verlag HEPHAISTOS:

MetallDesign 2018 feiert Jubiläum!

Soeben ist die 20. Ausgabe der Jahrbuch-Serie MetallDesign erschienen. Die Reihe stellt Metallgestalter und Schmiede aus der ganzen Welt vor und geht auf deren spezielle Neigungen, Arbeitsweisen und Gestaltungsideen ein. 

Inzwischen sind über 200 Metallhandwerker und Künstler aus 16 Ländern mit ihren Arbeiten in den Jahrbüchern portraitiert worden. In der Ausgabe 2018 finden Sie Portraits der deutschen Metallgestalter Andreas Hafen, Alfred Bullermann, Hubertus Dünnebacke und Ulrich Schmied. Aus Luxemburg kommt der Schmied Romain Schleich, aus Litauen Linas Lesciauskas, aus Italien Claudio Bottero, aus Japan Takayoshi Komine und aus Belgien Hugo Naegels.

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Im Januar verstarb der Schmied von Erl, Hans Neuschmid. Zusammen mit seiner Frau Burgi war er Besucher vieler Fach-Veranstaltungen und Schmiedetreffen. Mal aktiv, wie beim traditionellen Radreifenaufziehen bei der Biennale von Kolbermoor, ein andermal als aufmerksamer Beobachter. Vom ersten Tag an war er mit Rat und Tat zur Stelle im Organisationsteam der Biennale. Dort wird der „Nachbar-Ausländer aus Tirol“ wie er sich selbst einmal bezeichnete besonders fehlen. Aber auch beim Internationalen Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) hat der Schmied aus dem Festspielort eine Lücke hinterlassen. Viele Mitglieder werden sich noch an die Jahresversammlung 2008 in Erl erinnern, die Johann zusammen mit seiner Frau ausrichtete. Vor einiger Zeit schon hatte Neuschmid seine mitten im Ort befindliche Schmiede an seinen Sohn Johann jun. übergeben. Trotzdem blieb er mit Herzblut bei der Sache und immer interessiert am Schmieden. Johann Neuschmid ist auf dem Dorffriedhof in Erl bestattet. Dort, wo er über viele Jahre individuelle Grabmäler für Verstorbene gestaltet hat. Und in Blickweite zum Festspielhaus, wo er hin und wieder als aktiver Schmied und Mitwirkender bei den Aufführungen dabei war.

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Am diesjährigen Tag der offenen Werkstatt bei Sandra Geruschkat in Winnweiler gab es ein Musikprojekt der besonderen Art. Gemeinsam mit dem Schmiedeteam haben Musikerfreunde den "Sound of Work" erschaffen. Die Werkstatt wird zur Bühne, Blecheimer werden zum Schlagzeug und Schmiede zu Musiker...... 

Tataaaa!

Hier der Link:

www.youtube.com/watch?v=vQA9UsdJUB4&feature=youtu.be


 

Zwischen dualem System und ungeregelter Selbsthilfe 

Schmiede- und Metallgestalter in Europa kennen keine einheitliche Grundausbildung. Während im deutschsprachigen Raum das duale System festgeschrieben ist, gib es in einigen Ländern überhaupt keine Ausbildung. Das Erasmus+ Projekt »European Iron Academy« hat es sich zur Aufgabe gemacht, Übersicht zu schaffen und in einem zweiten Schritt Angebote zu vernetzen und gemeinsame Levels zu schaffen.

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Michael Ertlmeier aus Kolbermoor gibt jungen Metallgestaltern Hinweise zur Planung

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Ungeliebte Europanorm wird überarbeitet

Nach wie vor herrscht Unsicherheit in Bezug auf die EN 1090-1 – HEPHAISTOS berichtete mehrfach – wegen zahlreicher Unklarheiten und Fragen zum Anwendungsbereich. Die Norm wird daher bis 2018 überarbeitet, aber es liegen jetzt schon (nicht abschließende) Listen mit Bauteilen vor, die in den Anwendungsbereich fallen bzw. nicht fallen.

Die europäische Produktnorm EN 1090-1 bezieht sich auf tragende Bauteile aus Stahl und Aluminium. Auf ihrer Grundlage erfolgen die Leistungserklärung und die CE-Kennzeichnung dieser Bauteile. Die Norm, die für serien-, aber auch für nicht seriengefertigte Teile gilt, wurde vom CEN – European Comittee for Standardization –, genauer gesagt, vom technischen Gremium CEN/TC 135 erarbeitet.

Wie im Newsletter 2/2017 des Deutschen Institutes für Bautechnik (unter www.dibt.de) zu lesen ist, hat aufgrund der Kritik nicht nur durch Hersteller, der Anwendungsbereich der EN 1090-1 sei nicht ausreichend definiert, das CEN/TC 135 einen Technical Report erstellt (»Guidelines on implementing EN 1090-1:2009+A1:2011«). Neben Ausführungen zum Anwendungsbereich der Norm enthält er Listen mit Bauteilen, die in bzw. nicht in den Anwendungsbereich fallen.

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Auf jeden Fall ein tragendes Teil, dieses Geländer, auf dem Pippo Contarino sitzt. Also EN 1090?

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