walter still 

Er war kein ruhiger Zeitgenosse. Immer voller Tatendrang, ein Kämpfer eben. Mit nur 63 Jahren hat er nun seinen letzten Kampf gegen eine heimtückische Krankheit verloren. Am 13. August verstarb Walter Still, Mitbegründer der Biennale von Kolbermoor, Fachgruppenleiter Metallgestaltung in Bayern, Triebfeder für die den Leistungswettbewerb Gute Form, Forscher und Dokumentar in Stilkunde, Gründer der privaten Lehreinrichtung „Internationale Akademie für Kunstgeschichte und Gestaltung“ (AISAF) in Stia in der Toskana und Fachbeirat im Ring der Europäischen Schmiedestädte. Er hat diese vielen Aufgaben nicht gesammelt, er hat sich für sie eingesetzt und für sie gelebt. Er konnte unbequem sein, wenn er etwas durchsetzen wollte.

Als Autodidakt hat er sich in die Metallgestaltung hineingearbeitet, sich fortgebildet und durch Besuche von Schmiedeveranstaltungen wertvolle Erkenntnisse dazugewonnen.

Im Team mit dem Wolfratshauser Kunstschmied Tom Carstens schaffte Walter Still bei der Weltmeisterschaft der Schmiede in Stia/Toskana einen dritten Platz und später den Titel „Vizeweltmeister“. In dem Toskanastädtchen Pratovecchio-Stia erinnert eine große Kreisverkehr-Skulptur an ihren Schöpfer Walter Still.

Walter Still setzte sich viele Jahre für die Ausbildung und die Anerkennung der Metallgestaltung ein. Es ist ihm mit zu verdanken, dass die besten Lehrlingsarbeiten auf der Handwerksmesse in München einem großen Publikum gezeigt werden können.

Zum internationalen Frauentag am 8. März 2019 veranstaltet The Maritime Blacksmiths Association, Canada, eine Feier. Als Teil davon wollen sie eine "Virtuelle Gallerie" mit Arbeiten von Schmiedinnen aus der ganzen Welt zusammenstellen.

Jeder Künstler ist herzlich eingeladen, eingerecht werden sollen:

  • Ein Foto der Schmiedin - wenn möglich am Amboss
  • Drei bist vier Fotos einiger Arbeiten
  • Der Name der Schmiede sowie deren Standort
  • Ein kurzer Absatz darüber wie und warum man Schmied wurde

Die Fotos sollten eine Auflösung von mindestens 300 dpi haben.

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Landeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker im österreichischen Kärnten

Seite an Seite arbeiteten engagierte Schmiede und CNC-Techniker beim dritten
gemeinsamenLandeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker - mit 48 Teilnehmern einer der
größten Lehrlingswettbewerbe
des Landes.

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So sehen Sieger aus (v.l.): Andreas Zojer (Landmaschinentechnik), Hermann Eisendle (Metallbearbeitungstechnik), Vincens Von Euw (Schmiedetechnik), Kevin Kreuzer (Zerspanungstechnik), alle 3. Lehrjahr

Foto: Peter Just

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Rätselraten mit HEPHAISTOS

Unbenannt Wieder eine Raterunde: Das gesuchte Objekt stammt, wie schon einmal, von Alois Schuhbeck aus Seeon. Er fand dieses wohl eher seltene Stück im Nachlass seines Vaters. Wer weiß oder ahnt, was auf diesem Bild zu sehen ist, schicke bitte eine Mail mit Begründung an uns unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

(si)

 

Eine harte Nuss - oder doch ganz einfach? Wer weiß, was das ist?
Foto: Alois Schuhbeck

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Zwei Wortskulpturen aus Stahl stehen am Münchner Siegestor

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Metallkunst am Siegestor.

Fotos: Josef Moos

Nähert man sich den beiden Schriftskulpturen, ob von Norden oder von Süden, so zeigt ihre schleifenreiche Form das Wort »love«. Aber die Überraschung folgt sogleich, den blickt man durch das Tor, so ist verkleinert jeweils die zweite Skulptur zu sehen, und es ist zu lesen »hate« – ein Beitrag der Konzeptkünstlerin Mia Florentine Weiss, Hass in Liebe umzuwandeln.

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»Ferraculum« im österreichischen Ybbsitz steht im Zeichen von Alfred Habermann

Epitaph Wand

 

 Schmiede und Gestalter, die sich als Schüler, Verehrer und Wegbegleiter Professor Alfred Habermanns begreifen, sind aufgerufen, ihm ein gemeinsames Denkmal zu seinem 10. Todestag zu setzen. Wer einen Beitrag dazu leisten möchte, bringt diesen mit zum Schmiedefest Ferraculum (15. bis 17. Juni in Ybbsitz).

 

Gesamt-Epitaph: Ansichten frontal (l.) und seitlich, darunter der Grundriss.

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Die Niederländische Gilde der Kunstschmiede (NGK) und der Internationale Fachverband Gestaltender Schmiede (IFGS) haben beim Internationalen Schmiedetreffen am Schaesberg (Dreiländerecke Niederlande/Belgien/Deutschland) Mitte Mai einen Kooperationsvertrag geschlossen. In diesem Vertrag ist festgelegt, dass die beiden Schmiede- und Metallgestalter-Verbände bei Regelwerken, Weiterbildung und Ausbildung intensivere Zusammenarbeit vereinbaren. Es ist geplant, diese Partnerschaft auch auf Berufsverbände weiterer Länder auszudehnen. Auf dem Bild unterschreiben die Vorsitzenden Thomas-Maria Schmidt (li.) und Rein Tupker (re.) den Vertrag. Die Vorsitzenden werden von Vertretern der beiden Verbände bei der Unterschrift beobachtet.

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Alfred Habermann war als Schmied und Gestalter auf allen Kontinenten bekannt. Er verstarb am 28. April 2008 und wurde in Ybbsitz beigesetzt. In vielen Ländern wirkte er als Botschafter der modernen Metallgestaltung. Seine Vorführungen und Referate haben tausende von jungen Schmieden und Metallgestaltern begeistert. Skulpturen und andere Arbeiten von ihm findet man in Europa, Amerika und Asien. Der Verlag HEPHAISTOS hat nun ein Reprint des längst vergriffenen Werkes von 1999 aufgelegt. Es zeigt an vielen Beispielen, wie weit Habermann seinen Schmiede-Kollegen in Sachen "zeitgemäße Metallgestaltung" vorausgeeilt war. 

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Für alle, die nicht selbst da sein konnten: Unsere Kollegen von metall-markt.net haben die IHM besucht und zeigen Euch, wie sich das Metallhandwerk 2018 präsentiert. Weiteres hierzu in der kommenden Ausgabe von HEPHAISTOS.

HIER gehts zum Video

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 serge marchal

Der französische Metallbildhauer Serge Marchal ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt, wie sein Kollege Jean-Michel Grès der HEPHAISTOS-Redaktion am 25. Februar mitteilte. Die Beisetzung ist am Mittwoch, den 28. Februar, in Nimes.
Serge Marchal wurde am 2. Juli 1944 in Ferté-sous-Jouarre bei Paris geboren. Schon früh entscheidet seine Vorliebe fürs für Zeichnen und Modellieren über seine berufliche Orientierung, er besuchte die Kunstgewerbeschule in Grenoble und die Beaux-Arts in Montpellier. Schnell war seine Leidenschaft für die Arbeit mit Hammer und Amboss geweckt, und so schloss sich eine Lehre bei Schmied Daniel Souryio in Nîmes an. Auf dessen Anraten besuchte Marchal die „Tour de France Companions du Devoir“, um sich in weiteren Techniken der Metallgestaltung weiterzubilden.
Im Jahr 1977 richtete Serge Marchal seine Werkstatt in Nîmes ein, wo er eine Familie gründete. Seitdem nahm er an vielen internationalen Schmiedetreffen teil. Seine monumentalen, zeitgemäßen Skulpturen sind im In- und Ausland im öffentlichen Raum und in zahlreichen privaten wie öffentlichen Sammlungen zu sehen.