| Mit einer Gemeinschaftsskulptur aus geschmiedeten Rosen - rechts ein Detail aus der Entwurfsskizze von Tobbe Malm - wird die weltweite Schmiedefamilie der Opfer des Massakers von Oslo und Utoya am 22. Juli 2011 gedenken. Via Facebook hatten die norwegischen Schmiede Tone Mörk Karlsrud und Tobbe Malm Metallgestalter aus aller Welt eingeladen, sich mit einer selbst gefertigten Rose an dem Mahnmal zu beteiligen. Die Resonanz ist überwältigend: Auf Youtube gibt es nun ein großartiges Video der bisher in Oslo eingetroffenen Rosen zu sehen. Aufgrund der riesigen weltweiten Teilnahme wurde der Annahmeschluss über den 31. Dezember 2011 hinaus verlängert. Die Facebook-Site "Iron Rose for Norway" hat inzwischen schon fast 1000 Freunde gefunden. Bis zum 24. Januar 2012 haben rund 300 Schmiede aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Island, Luxemburg, der Schweiz, aus Österreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Russland, Kroatien, der Ukraine, Italien, Großbritannien, Australien und den USA ihre geschmiedeten Rosen nach Oslo geschickt. |
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"Lasst die Liebe wachsen – mit Hämmern und Feuern": Mit diesen Worten forderten Tobbe Malm und seine Kollegin Tone Mörk Karlsrund stellvertretend für alle norwegischen Kollegen ihre Freunde und Mitstreiter rund um den Globus auf, sich mit einer Rose an einer Skulptur zu beteiligen. Mit der Gemeinschaftsarbeit wollen sie an die Opfern der unbeschreiblichen Anschläge vom 22. Juli 2011 erinnern. Mit Bomben in der Osloer Innenstadt und mit Handfeuerwaffen auf der Insel Utoya hatte ein Fanatiker 77 Menschen getötet, zumeist Kinder und Jugendliche.
"Als die Horrortat passierte, waren wir gerade auf dem Weg zu einem Schmiedetreffen", erinnert sich Tone Karlsrud. "Wir befanden uns in einem emotionalen Vakuum. Aber wir spürten die Empathie der Schmiede untereinander: Es ist egal, woher wir kommen – wenn wir uns treffen, teilen wir einfach die Freude daran, Dinge aus Metall zu kreieren. Und Alter, Geschlecht, religiöse oder politische Ansichten spielen keine Rolle." So fassten sie den Entschluss, via Facebook an die Schmiedefamilie zu appellieren, sie bei einem Gemeinschaftsprojekt zu unterstützen.
Als Thema wählten sie die Rose. Die Blume, die für Liebe und Hoffnung steht, wurde nach der grausamen Tat zum machtvollen Symbol menschlichen Mitgefühls: Hunderttausende von Rosen, die in den Straßen von Oslo niedergelegt wurden, zeugten von der tiefen Trauer und Betroffenheit der Bevölkerung Norwegens. In diesem Sinne wollen die Osloer Schmiede geschmiedete Rosen aus aller Welt zu einem großen Mahnmal zusammenfügen.
"Die Skulptur soll die Erde symbolisieren, die teilweise mit Rosen bedeckt ist. Sie wird mindestens vier Meter hoch sein. Die Rosen, die wir bekommen, werden wir rund um den Sockel anbringen und an der Säule, die den Globus hält", erzählt Tone Karlsrud. "Bereits kurz nachdem wir unseren Aufruf veröffentlichten, hatten wir hunderte von Fans und Schmiede aus aller Welt, die Rosen für uns machten."
Wer sich beteiligen noch möchte, schickt seine "eiserne Rose für Norwegen" an unten stehende Adresse. Die Arbeiten sollten bevorzugt aus Eisen sein, eine Höhe von etwa 40 Zentimeter haben, die Oberfläche muss unbehandelt bleiben, da die fertige Skulptur verzinkt werden soll. Arbeiten aus Buntmetall werden nachträglich angebracht. Fotos von einzelnen bereits gefertigten Rosen, Zeichnungen und weitere Infos sind über Facebook ("Iron Rose for Norway") abrufbar.
In den Niederlanden fand ein gemeinsames Rosenschmieden ein landesweites Echo in den Medien. Am Wochenende, 12. und 13. November 2011, waren 30 Rosen in der Werkstatt von IFGS-Präsident Cornelis "Cees" Pronk von 18 Schmiedekollegen gestaltet worden, die danach auf den Weg nach Norwegen geschickt wurden. Fernsehen, lokale und überregionale Tageszeitungen berichteten über die Aktion in Andelst. Internet-Links zu den Berichten sind weiter unten oder auf der HEPHAISTOS-Fansite in Facebook zu finden.
Die Lieferadresse für geschmiedete Rosen in Norwegen ist:
Iron Rose
c/o Sjur Smed
Verksgata 6
N-1353 Baerums Verk
Norway
E-Mail:
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Cees Pronk weist nach seinen eigenen Erfahrungen mit der Paketsendung mit den Rosen die Kollegen darauf hin, dass bei Sammelsendungen zu beachten ist, dass Norwegen nicht Mitglied der Europäischen Union ist, die Rosen-Pakete also unter Umständen zu verzollen sind.
Zum Video von Tobbe und Tone: http://www.youtube.com/
Zu den Berichten über das Rosenschmieden bei Cees Pronk in den Niederlanden:
- Zeitung
- Fernsehen
- TV-Live-Interview mit Lotte und Cees Pronk im Niederländischen Fernsehen (nach der Werbung!)
- Lokalfernsehen Gelderland (ab Laufzeitminute 9:26)
